Die Kreislaufanlage
Die Aquakulturanlage umfasst mehrere Kreis- läufe, welche die Störe entsprechend ihrem Le- benszyklus und dem Produktionsablauf nach- einander durchlaufen:
- Ei und Erbrütung sowie Elterntiervorbereitung
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Satzfischkreislauf
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Störaufzucht
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Caviarerzeugung
Die Störproduktion umfasst die Erbrütungs- anlage, den Satzfischkreislauf und die Störauf- zucht. Der Satzfischkreislauf umfasst 80 Becken mit 4 m3 Volumen. Die Störaufzucht besteht aus 48 Becken mit je 65 m3Volumen. Die Caviar- erzeugung umfasst zwei Kreisläufe, in denen die Störe bis zur Schlachtreife mit ca. vier Jahren gehalten werden.
Hier befindet sich auch die Hälterung. Die Störweibchen werden sechs Wochen und die Männchen 10 Tage vor der Schlachtung in kühleres Wasser mit geringerer Besatzdichte gesetzt. Die Fische werden nicht mehr gefüttert und ernähren sich durch den Abbau ihres körpereigenen Fettes, wodurch der Geschmack sowie die Fleisch- und Caviarkonsistenz verbessert werden.
Wasser und Energie
Die Anlage benötigt pro Tag 500 m 3 Frischwasser. Der tägliche Frischwasserverbrauch beträgt ca. 13% des gesamten produktiven Wasservolumens von 3.800 m 3 . Es wurden zwei Brunnen gebaut - zusätzlich besteht ein An- schluss an das Trinkwassersystem.
Der Strombedarf beträgt 9500 kWh pro Tag, die über zwei verbundene Blockheizkraftwerke eigenständig aus Erdgas erzeugt werden. Zusätzlich besteht aus Gründen der Risikovorsorge (Blitzschlag etc.) ein Anschluss an das öffentliche Stromnetz.
Wasseraufbereitung
Herzstück der Kreislauftechnologie ist die mechanische und biologische Wasseraufberei- tung. Das Wasser wird zunächst mechanisch mit Lamellen- und Siebtrommelfiltern gereinigt. Danach setzt die biologische Filterung mittels Biofilmreaktoren ein, in denen Mikroorganismen kultiviert sind (Denitifkation). Anschließend wird das Wasser entgast (das Kohlendioxid wird entzogen und Sauerstoff wird im Oxydator zugeführt). Das Wasser wird zwei Mal pro Stunde umgewälzt. Der pH-Wert des Wassers wird ständig kontrolliert, ebenso wie die Temperatur und der Sauerstoffgehalt. Der Füllstand der Becken und die Pumpen werden ständig überwacht. Mittels eines Online-Überwachungssystems wird die gesamte Anlage an ca. 800 Messpositionen im Fünf-Sekundentakt gecheckt.
Bei einer Fehlermeldung wird der Betreiber genau über Art und Ort der jeweiligen Störung per PC oder Handy informiert. Die Empfindlichkeit der Biofilmreaktoren sind so empfindlich, dass ein Einsatz von Antibiotika oder anderen Zusätzen nicht möglich wäre – sie würden dadurch zerstört.
Störarten
CAVIAR CREATOR züchtet und verarbeitet den Sibirischen Stör «Acipenser baerii». Darüber hinaus befinden sich Belugas (Huso Huso) und Albino-Störe (Sterlets) im Fischbestand von CAVIAR CREATOR. Letztere erzeugen den äußerst seltenen und kostbaren Goldenen Caviar, der früher den Zaren vorbehalten war. Die weiblichen Sibirischen Störe werden bis zur Laichreife im vierten bis fünften Lebensjahr gehalten, die Männchen werden früher geschlachtet.
Ihr Geschlecht wird per Ultraschalluntersuchung ermittelt. Die Laichreife der weiblichen Sibiri- schen Störe wird mittels Ultraschalluntersuchung ermittelt.
Die Belugas und Albino-Störe werden aktuell nicht für die Kaviar- und Störfleisch- produktion genutzt.
Fütterung
Das Futtermanagement ist mit entscheidend für den Produktionserfolg, denn überschüssiges Futter, das im Becken verbleibt, bedeutet eine unnötige Belastung für die Wasseraufbereitung. In Demmin überwacht das Personal täglich das Fressverhalten der Fische. Das Füttern übernehmen Roboter, die bedarfsgerecht füttern und per Computer gesteuert werden.
Qualitätssicherung: Die Caviarmeisterin
Mit dem Engagement der russischen Caviarmeisterin Vera Andrejewna Kadzhespirova hat CAVIAR CREATOR Anschluss an das traditionelle Wissen der weltberühmten russischen Caviarmanufaktur gewonnen. Die Caviarmeisterin ist für die Kontrolle aller Arbeitsvorgänge bei der Caviarernte sowie für die Ausbildung der Mitarbeiter/innen dieser Abteilung zuständig. Ihr obliegt die Qualitätsprüfung jeder Dose Caviar, die das Haus verlässt. |
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